Sonntag, 31. Januar 2016

Der Januar 2016 ist fast vorbei.

Vor einer Woche mussten wir unseren Rüden „Ralton“ einschläfern lassen … immer noch läuft mein Leben aus dem Ruder, Raltons Tod ist für mich so schlimm und tut mir unendlich weh.

Eigentlich geht es mir seit der Adventszeit 2015 nicht gut und das zieht sich bis heute wie ein roter Faden durch meinen Alltag.

In dieser Woche gab es eine nette Einladung zum Frühstück … endlich mal rauskommen, endlich mal was anderes sehen und hören.

Aber manche Gesprächsfragmente lösten Unbehagen in mir aus.

Leider ist es immer noch so, dass Menschen mit psychischen Krankheiten sich für ihr Dasein und ihre Art zu Leben fast „rechtfertigen“ müssen.

Schade, dass sich das bis heute nicht geändert hat.

Ich wünsche Euch allen einen gemütlichen Sonntagabend und morgen einen guten Start in die neue Woche.

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Hier liegt noch Schnee … 23.1.16

Schnee am 23.01.16, Bild 1

Sportplatzstraße im Schnee, 23.1.16

Blick auf unsere Sportplatzstraße

Sibylle und Witchita im Schnee, 23.1.16

Das bin ich (Sibylle) mit unserer Hündin „Witchita“. Sie ist mittlerweile auch schon 15 Jahre alt und ich kann nur beten und hoffen, dass wir sie noch lange haben.

Wir vermissen alle unseren Hund „Ralton“, den wir gestern einschläfern mussten.

Unendlich traurig …

… ich heule mir die Augen aus dem Kopf … Tränen über Tränen.

Heute mussten wir unseren Hund Ralton einschläfern lassen.

Ralton wurde 14 Jahre alt und lebte seit 12 Jahren bei uns.

Wir vermissen ihn unendlich.

 

Gedicht, Die Entscheidung ist gefallen …

Die Entscheidung ist gefallen,

wir bleiben doch in Bayern.

In einem Kommentar bereits erwähnt,

haben wir Vor- und Nachteile gezählt.

Mein Herz hängt noch am Hunsrück.

Doch unser Glück,

führt uns trotzdem nicht zurück.

Mein Verstand sagt mir klar,

Oberfranken ist wunderbar.

Nirgendwo ist es perfekt,

überall sind Probleme versteckt.

(c) Sibylle Wild,  Januar 2016

Gedicht, 2016 steht geschrieben … ich fühle mich …

2016 steht geschrieben … ich fühle mich jetzt schon wie getrieben.

Steht die Zeit denn niemals still?

Ich komme ja fast nicht nach, so schnell verfliegt ein Tag.

Das neue Jahr hat kaum angefangen, fühle ich mich schon übergangen.

Mir kommt es vor, mehr denn je zuvor,

dass die Minuten nur so rasen.

(c) Sibylle Wild,  Januar 2016

DANKBARKEIT

Am Montag telefonierte meine liebe Freundin Nicole Querbeet-Natürlich kochen aus Köln mit mir. 

Nicole kam auf die super Idee, dass jede von uns pro Tag drei Begebenheiten in unserem Leben aufschreibt, für die wir dankbar sind. Und ab sofort telefonieren wir nun jeden Montag und tauschen uns aus, über das, wofür wir dankbar sind.

Das erinnerte mich sofort an die Zeit mit meiner Therapeutin in Idar-Oberstein. Genau diese Hausaufgabe bekam ich für einige Wochen auf. Jeden Tag aufschreiben, wofür ich dankbar bin. Das half mir tatsächlich immer aus den schwersten Depressionen raus.  Es klingt so banal, zu notieren wofür man dankbar ist, aber die Wirkung dieser Übung ist genial.

Nicole, nochmals DANKE für diese Übung und ich freue mich nun auf jeden Montag, an dem wir telefonieren und uns über Dankbarkeit austauschen.

Persönliches, Ich weiß noch, wie …

Ich weiß noch, wie …

… ich mit falschen Erwartungen mein Leben verändern wollte.

Kurz nach unserem Umzug von Rheinland-Pfalz nach Bayern fiel ein Satz, den ich zu diesem Zeitpunkt nicht wahrhaben wollte.

Die Worte sprach mein neuer Psychiater hier vor Ort aus. Er fragte mich, ob ich denn wirklich glaube, dass hier in Bayern alles anders und besser wird, und die Menschen anders reagieren als in meiner alten Heimat. Ich war felsenfest davon überzeugt und wurde nun nach fast 3 Jahren in Bayern endlich eines besseren belehrt.

Jetzt habe ich es auch kapiert, was mein Psychiater mir versuchte zu vermitteln. Ja, mein Psychiater hat mit diesem Satz eine Warnung ausgesprochen, eine Warnung, dass ich wieder enttäuscht sein werde.

Und genau so ist es jetzt gekommen … wie sagte kürzlich jemand zu mir: Die Probleme holen einen ein, vor denen man versucht wegzulaufen. Häufig ist es wirklich so und leider betrifft es auch mein Leben.

Ohne in Details zu gehen und Leute anzuprangern, durfte ich feststellen, dass die Menschen offensichtlich so ticken wie sie sind und dass es keinesfalls regionale Unterschiede gibt. Ich lebte wohl wirklich in einem Irrglauben.

In Rheinland-Pfalz lies ich Familie und Freunde zurück, deren Wert ich vorher nicht zu schätzen wusste. Ich blickte nur auf das was mir fehlte, ohne bewusst wahrzunehmen, was ich da eigentlich schon hatte.

Weihnachten 2015 war das reinste Gefühlschaos für mich und ich vermisste sehr meine Familie und Freunde in der alten Heimat und es machte sich der Schmerz breit, keine Kinder bekommen zu haben.

Emotionale Achterbahnfahrten.

Zum ersten Mal reifte in mir der Gedanke heran, wieder zurück nach Idar-Oberstein zu gehen. Hier unser Haus in Bayern zu verkaufen und die „Heimreise“ ins Naheland anzutreten.

Wäre da  nicht mein ständiger Begleiter: meine Angst!!! Die Angst, eine neue Fehlentscheidung zu treffen … !  

(c) Sibylle Wild, Januar 2016

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